Wissen – Genießen – Leben

Gedanken zum Nikolaustag

Heute ist der 6. Dezember, also Nikolaustag.
Bereits gestern Abend gingen viele Kinder hin, putzten ihre Schuhe/Stiefel, stellten diese heraus, in großer Vorfreude darauf, was ihnen der Nikolaus wohl bringen würde?
Ich erinnere mich noch an meine Kindheit, damals wohnten wir noch im schönen Wendland. Auch bei mir und meinen Geschwistern war es so, dass die Vorfreude, doch die schönste Freude war.
Ich erinnere mich sehr gut, dass ich in dieser Nacht zum 6. Dezember kaum schlafen konnte vor lauter Aufregung, was ich wohl am nächsten Morgen vorfinden würde. Dies hat sich inzwischen gelegt 😉
Morgens stürmte ich, noch im Schlafanzug und sehr zum Ärgernis meiner Mutter, nach unten und machte mich mit großen,  leuchtenden Augen über den Stiefel her….so war es damals.
Aber an eines kann ich mich noch erinnern, es wurde nach den größten Stiefel gesucht, den ich finden konnte, natürlich in der Hoffnung, möglichst viel zu bekommen….hahaha….diesen Trick dürften die Kids wohl bis heute noch drauf haben.
Aber was gab es damals?
Süßigkeiten und davon jede Menge. Wenn man Glück hatte, gab es auch schon mal was sinnvolles für die Schule oder auch mal ein Stofftier.
Dies alles hat sich inzwischen doch schon sehr geändert,  zwar nicht bei allen, aber bei vielen.
Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, wo meine Tochter in diesem Alter war…
Inzwischen kann man den Nikolaus buchen, kein Scherz!
Dies lief dann bei meiner Tochter wie folgt ab:
Einige Tage zuvor brachte ich einen Zettel zum „Nikolaus“, worin stand, was meine Tochter gutes und vielleicht auch nicht so gutes getan hatte. Natürlich fiel es meist positiv aus, denn sonst gab es ja nichts.
Hinzu kam, dass der „Nikolaus“ einen kleinen Obulus in Form von 10.-€ bekam, für seine Arbeit.
Als dann der 6. Dezember kam, stellte ich eine vorbereitete Tüte vor die Tür, die der „Nikolaus“ dann mit hinein brachte.
Die großen Augen meiner Tochter, als wir dies das erste mal zelebrierten, werde ich nie vergessen. Eine Mischung aus Neugier und Angst.
Als der „Nikolaus“ dann kam, er hatte noch einen Engel dabei, ein großes goldenes Buch…
Während sich meine Tochter an mich klammerte, las er das vor, was ich vorbereitet hatte. Dann gab es die Tüte. Allerdings sehr zum Leidwesen der Erwachsenen, Oma und Opa waren auch mit answesend, bekamen die Erwachsenen dann ganz unverhofft Schelte 🙂
Somit fiel spätestens dann von allen die Anspannung ab und es wurde am Ende noch ein lustiger Abend für alle.
Hinzufügen mochte ich, dass ich mich dabei auch darauf beschränkt habe, meiner Tochter Süßigkeiten zukommen zu lassen, mit einem kleinen Plüschtier, so wie ich es auch gewohnt war. Denn man gibt ja doch das weiter, was man selber beigebracht bekommen hat.

Nun einige Jahre später,   kam  dann meine Schwester in dieses Ritual mit ein, sie hatte zwei Töchter zu diesem Zeitpunkt.
Allerdings war meine Überraschung sehr groß,  als sie dann riesige Spiele für ihre Töchter hatte, während meine Tochter mit einem bedröppeltem Gesicht daneben stand, weil sie diese Dinge nicht bekam. Das war dann das letzte Mal, wo ich es so mit meiner Tochter, den „Nikolaustag“ in dieser Form zelebriert hatte. Hinzu kam, dass sie dann eh in das Alter kam, wo sie nicht mehr an den Nikolaus glaubte. Also habe ich das Ritual des Nikolaus dann zwar weiter geführt, aber in anderer Form:
Ich fragte meine Tochter nach einer Kleinigkeit, die sie sich wünschte. Dieses Unterfangen geriet dann allerdings durch die Großeltern, die dann mit deutlich größeren Geschenken aufwarteten erneut ins wanken. Es ist für mich inzwischen sehr ernüchternd, dass die wahren Werte dieser unserer Besonderen Tage, wie auch der nachfolgenden Weihnachtsfeiertage durch das Konsumverhalten völlig außer acht gelassen werden.
Der ursprüngliche Grund, warum wir diese Feste feiern ist mittlerweile völlig verloren gegangen. Dadurch habe ich inzwischen keine Lust mehr auf Adventzeit und Weihnachten sowieso.  Die Weihnachtsfeiertag sind für mich nur Tage, wo ich frei habe und zur Couchpotato mutiere. 🙂
Auch habe ich vor zig Jahren die Schenkerei abgeschaft, genau aus selbigem Gründen.
Was mich nun mal interessieren würde, wie feiert ihr den Nikolaustag? Zelebriert ihr ihn überhaupt noch?
Ich denke für die Kids ist diese, wie auch andere Traditionen wichtig, denn sie vermitteln noch gewisse Werte. Wichtig finde ich hierbei, wenn die alten traditionellen Werte vermittelt würden.

Wie denkt ihr darüber?
Ich würde mich über eure Geschichten und Meinungen sehr freuen.

Hiermit wünsche ich euch allen einen schönen Nikolaustag, einen schönen Samstag sowie ein angenehmes und ruhiges Wochenende

Eure Marifee

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