Wissen – Genießen – Leben

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Heute entführe ich euch wieder in die Traumstadt Paris. Wie versprochen, geht nun mein Reisebericht weiter….
Sacré-Coeur de Montmatre war das Ziel meiner nächsten Etappe. Zwar hatte ich gesagt, dass ich nicht die üblichen Touristenorte aufsuchen wollte, doch hier habe ich eine Ausnahme gemacht. Der Grund, ich habe eine absolute Schwäche für Architektur.

Am nächsten Tag ging ich wie immer erst einmal zum Supermarkt, deckte mich mit Essen und Getränken ein. Alleine schon morgens früh kann man den Flair von Paris in aller Ruhe genießen. Ich habe mir bei allem sehr viel Zeit gelassen, denn die Kleinigkeiten sind es, was diese wunderbare Stadt ausmacht. Direkt bei mir um die Ecke ein Café. Im vorbei gehen sah ich schon die verschiedensten Menschen dort sitzen und es zauberte mir ein lächeln ins Gesicht. Denn eines ist sicher, die Ruhe bei einem Frühstück findet man hier bei uns in Deutschland definitiv nicht. Es ist eine Ruhe, ja Gelassenheit, die diese Menschen,  die Franzosen auszeichnet. Hier wird nicht mal eben zwischen Tür und Angel was auf die schnelle gegessen, sondern man genießt das Essen. Als ich nämlich nach einer halben Stunde mit meinem Einkauf zurück kam, saßen noch die selben Leute in diesem Café. Als ich das bemerkte, sah ich von nun an jeden morgen diesen Menschen zu, wie sie herzhaft in ihr Baguette bissen, dazu einen Kaffe noir, also einen schwarzen Kaffe getrunken haben. Eines sage ich euch direkt, es ist auch Kaffee noir, stark, ganz stark. Klar geben die Franzosen immer ein Glas Wasser dazu, aber nachdem ich einen dieser Kaffee’s versucht habe zu trinken, bin ich dann den Rest der Woche doch lieber bei schwarzem Tee geblieben 🙂
Da Geschmäcker bekanntlich ja verschieden sind, sage ich nur, probiert diesen Kaffee noir einfach selbst aus und urteilt selbst, denn vielleicht mag der eine oder ihn ja.
Na, jedenfalls nach meinem Einkauf machte ich erst einmal Pause, da es viel zu heiß war, also beschloss ich erst nach der größten Hitze los zu gehen und das war gut so, denn so erlebte ich einen meiner schönsten Tage….
Ich verließ gegen 14:00 Uhr mein Hotel, gut erholt, mit einer Kühltasche, meinem Rucksack und meiner Kamera bewaffnet. Diesmal ging ich zur Metro, da ich am Abend zuvor, dass große Glück gehabt hatte, einen jungen Franzosen kennen zu lernen, der mir gezeigt hatte, wie das System Metro funktioniert. Und glaubt mir, wenn man es einmal kann, ist es ganz easy. Die Metro in Paris ist eines der größten unterirdischen Netzwerke. Da ich mich ja zuvor ausführlich mit Paris beschäftigt hatte, war mir das Ausmaß dieser Metro sehr bewusst und ich kann euch versichern, es ist gigantisch groß, aber sehr gut und effektiv.
Nun ich fuhr jedenfalls mit der Metro zu Montmatre. Als ich dort ausstieg, folgte ich erst einmal dem Strom der Menschen.  Wieder das Tageslicht erblickend, tauschte ich erst einmal meine Brille, gegen eine Sonnenbrille um. Ihr müsst wissen, es waren um die 30 Grad und die Mauern der Stadt hielten diese Wärme noch zusätzlich. Hinzu kamen noch diese Menschenmassen. Ich war an einem Platz und orientierte mich, aber das war auch ganz einfach…folgt dem Menschenstrom und ihr findet es. Hinzufügen möchte ich noch, dass Motmatre sowieso ein Muss für jeden Künstler ist, leider habe ich diesmal noch viel zu wenig davon gesehen. Nächstes Mal mehr.

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Nun taten sich vor mir unzählige kleine Gassen auf, dazu Menschenmassen, es ist einfach nur ein unbeschreibliches Gefühl, so dachte ich. Doch ein Moment war noch viel schöner und zwar der Moment, wo ich Sacré-Coeur de Montmatre sah.
Diese riesen große und wunderschöne Kathedrale,  sie stand dort in der gleißenden  Sonne und schien über diese Stadt zu wachen, wie ein Fels in der Brandung. Die Architektur dieser Kathedrale ist einzigartig und wunderschön.  Ich war wie verzaubert. Dennoch widmete ich mich erneut den Gassen. Menschen aus allen Ländern sah ich. Die Chinesen oder Japaner,  die wie Rudel mit ihren Kameras auftauchten, fotografierten was das Zeug hielt und ebenso schnell wider verschwanden, dann kam die nächste Gruppe von ihnen. Es bestätigt die Reportagen im Fernsehen, dass die Chinesen oder auch Japaner, ich kann sie wirklich nicht auseinander halten,  alles im Eiltempo durchwandern, so frei nach dem Motto: In möglichst kurzer Zeit, möglichst viel sehen und fotografieren. Unglaublich! Ich bin da eher der ruhige Genießer Typ, ich lasse Dinge um mich herum, lange auf mich einwirken und entdecke mit jeder Bewegung neue schöne Kleinigkeiten,  die mich immer wieder verzaubern. Wenn ich in diesem Modus bin, vergesse ich alles um mich herum. Paris war da keine Ausnahme. Die engen Gassen waren jedenfalls voll mit so vielen verschiedenen Nationalitäten,  wie ich es noch nie zuvor gesehen habe. Paris ist eine Stadt der Superlative, in jeder Hinsicht…Ihre Größe,  die vielen verschieden Menschen aus allen Nationen, die Architektur,  ihre Einzigartigkeit. Ohh, ich muss aufpassen,  zurück zum Thema 🙂

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Da Sacré-Coeur auf einem Hügel liegt, muss man natürlich Bergauf gehen. Langsam steigt die enge Gasse an, aber es ist nicht anstrengend,  obwohl mir zwar viele Bekannte daheim zuvor gesagt hatten, dass ist ja so anstrengend….quatsch! Ich denke es liegt daran, dass alle möglichst schnell nach oben wollen, geht den meisten die Puste aus, nicht aber wenn man alles mit Ruhe macht.  Auf beiden Seiten säumten unzählige Geschäfte die Straße.  Ich überlegte kurz und machte einen Trick, beim hochgehen die eine Seite, beim runter gehen, die andere Seite bestaunen. Der Effekt, man muss sich nicht durch die Menschenmassen von einer Straßenseite zur anderen durchquetschen. Also ging ich von Geschäft zu Geschäft und was mich am meisten faszinierte war die Farbpracht. Souvenirläden, Boutiquen,  Cafés…ein Geschäft reiht sich an das andere. Und dazwischen sitzen an den Straßenrändern, Künstler, die Portraits malen, wieder andere bieten bunt bemalte Aschenbecher an, wieder andere Skulpturen….usw..und sofort.  Es herrscht ein buntes treiben, wie auf einer Kirmes bei uns. Nur mit dem Unterschied, dass es hier jeden Tag stattfindet. Und die Kleidung aus Paris…tre chic! Allerdings komme ich dazu in einem weiteren Bericht. Ich bestaunte all dies mit einem strahlen im Gesicht, großen Augen, wie ein kleines Kind, dem man ein neues Spielzeug geschenkt hatte. Ich ließ mich ein wenig von dem bunten Treiben der Straßenhändler mit reißen. Diese Menschen leben von der Hand in den Mund, wie man so schön bei uns sagt und mit einem Schlag wurde mir bewusst, wie gut wir es doch in Deutschland haben,  denn auch wenn viele hier bei uns über Hartz4 meckern und schimpfen, sollte all jenen eines mal bewusst werden, lebst du in Paris, hast du diesen Komfort nicht, denn hier müssen die Menschen,  die keine feste Arbeit haben, jeden Tag raus und ihre Künste anbieten,  um zu überleben. So gesehen,  haben wir hier es in Deutschland noch verdammt gut!

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Nun ja, weiter..am Ende der Gasse, tat sich vor mir plötzlich ein Platz auf. Ich stand am Fuße von Sacrè-Coeur.  Unzählige Stufen führten hinauf zur Kathedrale,  genauso weiß, wie die Kathedrale selbst. Die Stufen stachen hervor. Der Treppenaufstieg unterteilte sich drei Ebenen. Rechts und links der Stufen, säumten Rasenflächen diese. Mein zweiter Blick..ich sah nur Menschen.  Ich musste erst einmal Luft holen. Dann schweifte mein Blick weiter über den Platz. Vorne links stand ein Kinderkarussel, welches später bei Einbruch der Dunkelheit, über und über beleuchtet und somit ein echter Hingucker war. Dazu spielte Musik und fröhliche Kinderaugen strahlten um die Wette. Mein Blick schweifte wieder zurück zu den Stufen. Alle Menschen trieb es nach oben, jeder wollte einen möglichst guten Aussichtsplatz erhaschen. Mein sehnlichster Wunsch war nur…Schatten..lach, den die Hitze war unerträglich.  Was mich an Paris fasziniert,  das man sich auf die Grünflächen hinlegen oder setzen darf, ohne dass sich irgendeiner drüber aufregt, dich weg jagt oder g,eich das Ordnungsamt ruft, oder gar ganz böse, das Betreten verboten ist! Nein, all dies gibt es hier nicht, jeder darf sich auf dem Rasen tummeln und keinen stört es, einfach nur herrlich. Diesbezüglich könnten wir deutschen wirklich etwas lockerer und toleranter werden und uns ein Beispiel an unseren Nachbarn nehmen. Langsam begann ich die Stufen zur Kathedrale hoch zu steigen. An der ersten Unterteilung sah ich mich um, eine völlig neue Perspektive eröffnete sich mir. Die Menschen unten wurden kleiner…es sah lustig aus. Dann stellte ich fest, dass hier ringsherum auch wieder viele Künstler saßen, die ihre Sachen anboten, natürlich für die Touris. Für mich kam kein Kauf in frage,  da mir andere Dinge wichtiger waren.

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Immer wieder fand ich neue Motive zum fotografieren.  Dann ging ich weiter zur nächsten Etappe. Erneut drehte ich mich um und sah plötzlich die Weite dieser Stadt. Die Menschen um mich herum waren für einen kruzen Moment nicht da, ich schien völlig alleine, so sehr hielt mich dieser Anblick gefangen. Als ich mich wieder gefangen hatte, meine Bilder gemacht hatte, stieg ich die Treppen weiter empor. Als ich die dritte Unterteilung erreichte, hatte ich schon fast mein Ziel erreicht, doch mein Blick wurde von einem riesigen Brunnen fest gehalten. Überall an diesem wundervollen Brunnen, der nicht nur durch seine Schönheit bestach, sondern viel mehr dadurch, dass es ein kühles nass gab, Erfrischung. Juhu! Also tat ich was alle taten, ich setzte mich auf den Rand,  holte als erstes eine kühle Flasche zu trinken heraus und genoß im Schatten sitzend den Anblick über Paris. Nachdem ich mich erholt und auch abgekühlt hatte, machte ich ganz viele Bilder von diesem Brunnen. Dann begann ich den Anstieg zur letzen Etappe…lach…ich komme mir gerade vor, wie bei der Tour de France. Ein Etappensieg jagt den nächsten. Lach..

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Als ich dann schließlich vor der bekanntesten und auch sicher einer der schönsten Kathedralen stand, verschlug es mir erneut den Atem.  Diese Details, diese vielen Kleinigkeiten dieser Kathedrale fielen mir sofort auf. In ger gleißenden Sonne, funkelte sie wie ein Kristall.  Die große Reiterstatue fiel mir auf, majestätisch wirkte sie. Nachdem ich Sacrè-Coeur von Vorne bestaunt und auch ausgiebig fortografiert hatte, folgte ich diesmal meinem Impuls und nicht der Menschenmenge. Ich ging links herum weiter, wo ich als erstes einen jungen Mann auf dem Boden sitzen sah, der einer großen goldenen Schale wunderschöne Klänge entlockte und bitte fragt mich nicht wie dieses Instrument heißt,  denn soweit reichen meine Kenntnisse nicht. Ich gab mich eine Weile den Klängen hin, ich schloss meine Augen und schien in einer anderen Welt festgehalten zu werden. Nach einiger Zeit, gefühlt eine halbe Stunde, schlug ich meine Augen auf, denn ich wollte ja noch mehr sehen. Seitlich gingen einige Stufen hinunter, davor war eine schwere Kette. Kinder spielten und ich sah ihnen zu, wie sie sich freuten.  Dann fiel mein Blick auf eine wunderschöne alte und schwere Holztür.

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Weiter ging ich und blickte an dieser Kathedrale hoch, sie schien endlos hoch zum Himmel aufzusteigen. Weitere Bilder folgten. Dann ging ich noch weiter herum und fand mich an der Rückseite wieder. Nun hatte sich das komplette Bild verändert, denn hier sah ich nun die wirkliche Zeit, in Form von schwarz und weiß. Da die Steine mit der Zeit schwarz werden, sie aber regelmäßig gereinigt werden, wird natürlich nicht alles getroffen und zudem werden sie auch immer wieder dunkel. Für mich aber war dies alles nur faszinierend,  ich machte die herrlichsten Bilder. Als ich weiter zurück trat, musste ich auf die Straße,  die dort entlang lief, dabei entdeckte ich weitere wunderschöne Gebäude, sowie einen Mann, der sich vor einem  wunderschönen Tor fotografieren ließ, also machte ich ein Foto von den beiden.
So entstehen Bilder, dass besondere sehen und festhalten. Als ich meinen Rundgang um die Kathedrale beendet hatte, war die Zeit weit fort geschritten.
Das ich mir diese wundervolle Kathedrale auch von innen angesehen habe ist klar, aber fotografieren darf man nicht, bzw. man muss sogar seinen Fotoapparat abgeben.Tja, so sind sie die Franzosen. Wieder draußen, genoß ich die letzten warmen Sonnenstrahlen.  Plötzlich sah ich ein altes Ehepaar auf zwei Kampingstühlen sitzen, sie legte den Arm um ihn und die beiden genossen so gemeinsam den Sonnenuntergang, der sich allmählich über der Stadt Paris erstreckte. Dieses Foto von den beiden ist für mich eines der schönsten.  Als ich meinen Blick über die Weite dieser Stadt schweifen ließ, kam mir in den Sinn: Die Stadt Paris liegt dieser wundervollen Kathedrale zu Füßen.

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Dann ging ich lautem Geklatsche nach,  plötzlich sah ich einen jungen Mann, der mit einem Ball auf einer ca. 1×1 m großen Plattform seine Kunsttücke darbot und die Menschen begeisterte. Akrobatik vom feinsten! Der Höhepunkt war, als den Ball zwischen seine Füße nahm, sich seitlich von der Laterne abstemmte und scheinbar mit einer Leichtigkeit sich die Laterne herum bewegte und um dann noch weitere Kunststücke mit dem Ball hinlegte. Er hat meinen ganz großen Respekt,  denn für so etwas braucht man Körperbeherrschung. Wahnsinn was dieser junge Mann jeden Tag dort vorführte. Vieleicht ist ja noch immer dort, wer weiß?!  Nach diesem Ausflug in die Welt der Akrobatik, entschloss ich mich auch den Sonnenuntergang hoch über Paris zu genießen.  Ich suchte mir also einen Platz auf einer der zahlreichen Bänke, fotografierte, aß dann etwas und trank ein wenig. Mir fielen die unzähligen Tauben auf…die bei jedem der etwas am essen war, auf ein paar Krümmel hofften, was sich auch wirklich bezahlt machte. Für mich war nur eines wichtig, ich war mit mir völlig im Einklang , genoß die Ruhe, den immer weiter fortschreitenden Sonnenuntergang, der Paris ganz allmählich in viele verschiedene Farbpaletten tauchte und somit dieser Stadt einen Zauber verschaffte,  den man nicht alle Tage erlebt. Wie lange ich dort gesessen hatte, bemerkte ich erst, als es anfing mir um die Schultern kühl zu werden,  ich hatte satte 3 Stunden dort nur gesessen und mich dem Zauber dieser Stadt hingegeben.  Allmählich senkte sich die Nacht über die Stadt, viele Lichter waren schon an und sagten mir auch leise…du musst nun gehen…mit ein wenig Wehmut verließ ich meinen Platz und machte mich auf den Heimweg. Da ich ja beim runter gehen der Gasse, die andere Seite der Geschäfte sehen wollte, tat ich dies auch. Eine Chocolaterié war ein weiteres Highlight an diesem Tag. Noch nie zuvor hatte ich den Eifelturm aus Schokolade gesehen.  Mit wieviel Liebe zum Detail diese süßen Köstlichkeiten hergestellt wurden, war einmalig schön und jeder der Paris und auch Sacrè-Coeur anschaut, sollte auch einen Gang mit doch etwas mehr Zeit  für diese Chocolateriè erübrigen, denn es lohnt sich wirklich, vor allem auch sich einige dieser Köstlichkeiten mit zu nehmen.

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Nun bin ich am Ende eines weiteren Berichtes über meinen Besuch in Paris. Und sicherlich merkt ihr auch an meinen Schilderungen,  dass ich ich dieser wundervollen Stadt hoffnungslos verfallen bin. Im Übrigen möchte ich kurz sagen, dass ich 2012 in Paris war, ich aber noch heute jedes Detail so vor meinen Augen sehe, als wäre es gestern gewesen.

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Zu guter Letzt hier noch ein Link zu Sacrè-Coeur….

Sacré-Coeur. ..Wikipedia

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Da dieser Bericht eh schon sehr lang geworden ist, verzichte ich auf weitere Ausführungen…wünsche euch einen schönen Tag…

Eure Marifee

Veröffentlicht mit WordPress für Android

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