Wissen – Genießen – Leben

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Aus gegbenem Anlass melde ich mich nun auch einmal zu diesem Thema.  Stein des Anstosses war ein einziger Tweet einer Schülerin, die ihren Unmut darüber geäußert hat, dass den Teenagern das nötige Wissen fehlt, um sie auf das Leben nach der Schule vorzubereiten….hier der Link dazu:

Twitter Diskussion von Schülerin entfacht

Inzwischen habe ich viele Kommentare zu diesem Beitrag gelesen und muss sagen, dass ich teilweise wirklich entsetzt bin, was manche Leute doch für Meinungen dazu haben:

Angefangen von:
– „wir mussten da auch alleine durch und haben es geschafft (was noch so die harmlosesten sind)
– bis hin zu  antiautoritäre Erziehung
– über Vandalismus
– weiter über Playstation
– und bis hin zu die sollen doch lieber erst mal lesen und schreiben lernen
– und last but not least, dass sich eingebürgerte Ausländer meinten erklären zu müssen, dass wenn sie es geschafft haben, dann die Teenager ja wohl auch…“

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Also mal ehrlich, da platzt mir bei einigen Kommentaren doch die Hutkrempe, denn was bitte haben mancher dieser Themen damit zu tun? Doch wohl rein gar nichts! Hinzu kommt, dass viele ganz schön egoistisch sind, wenn sie meinen, wir mussten da früher auch durch! Mal ehrlich, erstens kann man die damalige Zeit nicht mehr mit der heutigen Zeit vergleichen, da wir 1. Heutzutage viel viel mehr Bürokratie haben als früher und 2. diese Vergleiche gar nicht mehr möglich sind, da wir im Technikzeitalter, also heute ganz andere Voraussetzungen haben, als damals.

Grundsätzlich bin ich dafür,  dass die Teenager ab einer bestimmten Klasse, z. B. der 8.ten Klasse, solche Dinge mit beigebracht werden sollten, da sich inzwischen  so vieles geändert hat, dass ja kaum selbst die Erwachsenen durchsteigen und sich Hilfe von Fachleuten holen müssen. Das ist besonders schlimm bei den Anträgen, denn die Formulierungen sind teilweise katastrophal.

Dann kommt hinzu, dass sich viele Erwachsene über unsere „heutige Jugend“ so bitterböse beschweren, ja verdammt noch mal an, dann sollen sie sie doch auch mal unterstützen und sei es „nur“ durch solche Themen, die den Teens dann zumindest in der Schule beigebracht werden. Aber von vornherein,  nur NEIN sagen und damit alles abblocken, finde ich schon ganz schön dreist. Denn gerade diese Teenager sollen ja mal später für uns Sorgen, dann sollte ihnen doch bitte auch das richtige Knowhow beigebracht werden.
Viele Heranwachsende haben Probleme mit dem ganzen Bürokratismus, mit Mietverträgen oder allgemein Verträgen und dann wundern sich viele, dass sie dann irgendwann aufgeben und unter Umständen Hartz4 Empfänger werden.
Also diese Logik soll mir doch bitte mal jemand erklären! Einerseits motzen viele über die Teens, anderseits tun dagegen wollen sie auch nichts! Ich finde das ganz schön egoistsich, von denen die so denken, sich dann aber beschweren. Und den Migranten wird auch geholfen, gleiches Recht für alle. Wer Hilfe braucht, soll sie auch bekommen.

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Hinzu kommt, dass einige meinen, ja…die Eltern sollen das übernehmen…vergessen dabei aber auch, dass viele Eltern wegen zu vieler Arbeit, gar nicht mehr die Zeit dafür haben, weil sie vielleicht 2 oder 3 Jobs gleichzeitig haben, was ja heutzutage keine Seltenheit mehr ist. Und wieder andere Eltern wissen es selbst nicht…wieder andere Eltern haben keine Lust dazu…und wieder andere haben gar keine Eltern, oder Großeltern,  die sie fragen könnten. Und was noch ganz wichtig ist, warum sollen denn die Teenager nicht von unserem Wissen profitieren? Brechen sich manche einen Zacken aus der Krone, wenn sie ihr Wissen an Jüngere weitergeben? Bestimmt nicht! Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass wir damit sogar unsere Jugendarbeitslosigkeit um ein vielfaches verringern könnten. Und noch ein ganz wichtiger Punkt, viele sollten erst einmal lernen ihre Vorurteile gegen die Heranwachsenden abzulegen, ja sich mit ihnen mal unterhalten, sie verstehen lernen und nicht so starrköpfig sein, denn dann hätten wir es um ein vielfaches leichter und das Miteinander würde wieder viel harmonischer ablaufen. Dessen bin ich mir sicher!

Viele dieser älteren Erwachsenen scheinen oftmals zu vergessen,  dass sie auch mal jung waren und froh darüber gewesen wären, wenn ihnen öfter mal ein Erwachsener etwas erklärt hätte und ihnen dadurch so mancher Fehler erspaart geblieben wäre.
Warum herrscht diese oftmals offene Feindseligkeit unseren Jugendlichen gegenüber? Nur weil sich die Zeiten verändert haben und die Jugend oftmals nicht verstanden wird! Bitte euch…das gleiche Problem hatten wir damals auch schon mal, denkt  nur an die 68..iger Generation, die Eltern haben rein gar nichts mehr verstanden, dann die Zeiten der Beatles oder Elvis…Rock ’n Roll…..es gab so einige Bewegungen, die damals für die Jugend so toll waren, die Eltern darüber aber fast einen Herzinfarkt erlitten haben. Heute ist es doch im Grunde genau dasselbe, nur mit einem Unterschied, dass die Antistimmung gegen die Jugend viel härter und vor allem auch intoleranter ist. Ich bekomme es selbst schon oft zu spüren, ich mit 50 Jahren, die sich von alten Leuten oft genug anhören muss:“ Ich bin alt, ich habe meine Rechte, du bist jung,  du musst dich nach mir richten!“ Ja, nu aber…mit Sicherheit haben ältere Menschen nicht alle Rechte auf ihrer Seite, sie werden nur starrsinniger, weil sie sich nicht einmal Ansatzweise die Mühe machen wollen, die jüngeren zu verstehen. Und bitte, dies gilt nicht für alle, ich kenne auch genügend alte Menschen, die Tolerant  und nett sind. Ich rede hier nur von denen, die wirklich so biestig sind! Und da setze ich auch ganz bewusst Ausrufezeichen dahinter, weil ich es auch so meine!

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Wie sind eure Einstellungen denn zu diesem Thema, welches inzwischen ganz Deutschland bewegt, denn in den Nachrichten sind inzwischen auch schon hitzige Diskussionen entfacht worden. Wobei bereits in den Nachrichten bekannt wurde, dass sich unsere Politiker dieses Themas bereits angenommen haben und dafür sind. Wie lange dieses Thema uns noch im Atem halten wird, wissen wir nicht, aber eines ist Gewiss, es wirbelt nicht nur die Gemüter auf, sondern auch die Politik und ganz Deutschland und so kommt hoffentlich endlich einmal Bewegung in unser Schulsystem!

So, nun habe ich mir mal Luft zu diesem Thema gemacht. Und eines noch, in meinem Freundeskreis sind alle zwischen 18 und 28 Jahre und ich komme mit ihnen hervorragend zurrecht und sie mit mir auch. Wenn man sich mal hinsetzt und ihnen zuhört, merkt man plötzlich,  dass es ganz tolle Menschen sind, die viel Hoffnung in sich tragen, vernünftige Meinungen haben, ihre ganz konkreten Vorstellungen vom Leben haben und dafür auch was tun. So manch einer wäre überrascht was in vielen von ihnen steckt, wenn man ihnen auch mal zuhört, sie sieht…wie sie wirklich sind und sie manchmal einfach nur anlächelt, um ihnen zu zeigen: Ja, du bist gut so, wie du bist!

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Gebt unserer Jugend doch einfach mal eine Chance und hört aufmerksam zu!  Ich finde diese junge Frau ganz toll und mutig, denn sie hat endlich einmal ausgesprochen, was schon lange Zeit überfällig war: Eine bessere Perspektive für unsere Kinder.

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Beenden werde ich heute mit meinen eigenen Worten, denn ich habe mir zu diesem Thema schon vor längerer Zeit einmal Gedanken gemacht und dies in einem Gedicht festgehalten, welches nun wunderbar passt:

Jung & Alt

Alte Menschen gar sehr oft allein,
Finden sich sehr schnell im Heim.
Auch junge Menschen sind gar oft allein,
Wollen aber beieinander bleiben.
Der alte Mensch gar so allein,
Er könnte des jungen Begleiter sein.
Zu lernen von der Menschen Lohn,
Statt dessen gibt es nur Spott und Hohn.
Traurig, aber wahr – so ist sie,
Unsere Gesellschaft, ja!
(Marifee Hutton)

Damit wünsche ich euch einen schönen Freitag

Eure Marifee

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