Wissen – Genießen – Leben

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Heute ein es Zeit für ein passendes Thema, Weihnachtszeit. Es fängt ja bekanntlich mit der Adventszeit an, die Wochen vor Weihnachten, wo wir uns auf das Weihnachtsfest vorbereiten. In dieser Zeit finden wir die Weihnachts Süßigkeiten in den Regalen.  Leider hat uns in dieser Hinsicht, inzwischen die Wirtschaft einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn mittlerweile finden wir die Weihnachtsköstlichkeiten mittlerweile schon ab September in den Regalen. Einerseits kann ich zwar auch die Händler verstehen, die Umsatz machen wollen, weil gerade in unserer heutigen Zeit viel zu viele um ihre Existenz kämpfen. Auf der anderen Seite muss ich sagen, dass ich für mich persönlich dieses Prinzip nicht akzeptiere. Ich mache in der Adventszeit immer meinen Lebkuchen selbst…hhhmm….alleine schon die Vorbereitung ist für mich ein Hochgenuss…die wunderbaren Düfte der Weihnachtszutaten stimmt mich immer in die Weihnachtszeit ein. Dann wenn der Lebkuchen backt, erfüllt langsam ein weihnachtlicher Duft meine Wohnung. Obwohl ich die Backzeit kenne, gehe ich immer wieder zwischendurch zum Backofen und freue ich mich, wie ein kleines Kind auf seine Geschenke, auf meinen ersten Lebkuchen, den ich jedes Jahr am 1.Adventswochenende backe. Dann wenn der Lebkuchen fertig ist, schneide ich ihn noch dampfend auf…damit er schneller abkühlt und ich ihn schneller genießen kann. Dann kommt der spannende Moment,  wo ich mit geschlossenen Augen genüsslich hinein beiße, dann butterzart zergeht er mir auf der Zunge, die Weihnachtsaromen verbreiten sich in meinem Mund….wahnsinn! Meist bleibt es auch nicht bei einem Stück 😉
Dann geht es weiter…überall werden die Lichterketten angebracht. In dieser dunklen und tristen Jahreszeit finde ich das sehr schön,  alles erstrahlt.
Auch hier gibt es inzwischen einige Leute, die daraus mehr machen, als es eigentlich sein sollte, indem ganze Häuser geschmückt werden, wie das der Familie Griswold 🙂 …nun dies ist Geschmackssache. Für mich ist weniger oft mehr.
Dann kommen die Geschenke…nun ja, die Läden sind an den langen Samstagen vor Weihnachten rappel voll, es wird gekauft was die Läden hergeben. Es wird geschubst, gedrängelt, Massen von Menschen schieben durch die Kaufhäuser, endlos lange Schlangen an den Kassen. Hier  wird die Geduld mancher Menschen auf eine sehr harte Probe gestellt. Leider hat dies auch seine Schattenseite, denn es gibt hier leider genügend Menschen die andere anrempeln, sich nicht entschuldigen,  wieder andere schimpfen,  weil es nicht schnell genug geht..usw…ja auch dies gehört zur Vorweihnachtszeit. Aber ich kann euch beruhigen,  es gibt auch genügend Menschen, die gerade in dieser Zeit besonders nett sind und ganz viel Verständnis aufbringen. Das sind wieder die schönen Momente.  Weihnachtsbäume werden gekauft, wieder andere stellen Weihnachtsdeko in ihrer Wohnung auf.
Bei mir ist der Mistelzweig ein muss  🙂
Die Weihnachtszeit ist auch die Zeit der Traditionen:
Wir erinnern an Weihnachten an die Geburt Jesu Christi. Viele Menschen gehen vermehrt in die Kirche. Unsere kleine Kirche ist an Weihnachten immer rappel voll. Ich finde es Schade, dass viele Menschen sich nur in dieser Zeit an Traditionen erinnern. Denn wieder andere scheinen inzwischen Weihnachten mit nur Geschenke einsammeln zu verwechseln. Ich habe bereits vor Jahren Geschenke abgeschafft und zwar aus einem guten Grund, wir sind eine riesige Patchwork Familie und wenn ich da allen was schenken wollte…Oh mein Gott! Da wird man arm, glaubt es mir. Von daher habe ich dann gesagt, Weihnachtskarten mit lieben Wünschen reichen aus. Hinzu kommt, dass es schon alleine bei 11 Enkeln, die wir haben, alleine schon für die Kinder teuer genug wird. Das die Kinder sich auf das auspacken der Geschenke freuen ist ja auch völlig in Ordnung. Ich selbst mag es wenn die Kinder große und glückliche Augen haben. Ich kann mich erinnern, dass meine Geschwister immer ganz ungeduldig die Geschenke aufgerissen haben, während ich mir die Zeit ließ, jeden Knoten des Geschenkbandes mit viel Geduld aufmachte. So hatte ich viel länger etwas davon.
Was ich allerdings auch wichtig finde, dass wir unseren Kindern die traditionellen Werte vermitteln, dass das Weihnachtsfest,  das Fest der Liebe und vor allem Nächstenliebe ist. Die Familien kommen zusammen. Okay, bei einigen gibt es Stress,  wieder andere erleben ganz viel Harmonie und Ruhe. Einmal habe ich ein Weihnachtsfest erlebt, wo alle zusammen saßen und sich nette Geschichten erzählt haben. Dann kam das Weihnachtsessen, in aller Ruhe. Dann wieder gab es lustige Spiele, alles in allem gab es einen wunderschönen Abend, voller Harmonie und Ruhe. Und genauso stelle ich mir die Weihanchtsabende vor. Doch leider ist es inzwischen oftmals anders. Es wird von einer Familie zur nächsten gehetzt, sich voll gefuttert, Geschenke ausgetauscht, wovon viele nach Weihnachten leider wieder umgetauscht werden. Ach, und hinterher wird darüber gestöhnt, dass zuviel gegessen wurde und der nächste Diätplan Wird in Angriff genommen, damit im Frühling die überschüssigen Pfunde wieder verschwunden sind. Ja, so ist es. Ist dies der Sinn von Weihnachten? Ich erinnere mich, dass ich früher zur Mitternachtsmette gegangen bin und ich fand es sehr schön. Was auch zur Vorweihnachtszeit gehört, ist dass die Menschen gerade in dieser Zeit vermehrt zu spenden aufgerufen werden und es funktioniert sogar. Besonders in der Weihnachtszeit sind die Menschen besonders spendierfreudig. Aber warum nur in dieser Zeit? Warum können wir nicht auch in dem Rest des Jahres mehr auf andere Menschen zu gehen? Oder mal einem Bettler, der am Straßenrand sitzt etwas Geld geben? Warum fällt es uns in dieser Zeit so leicht, unseren Mitmenschen etwas mehr Beachtung zu schenken? Ich finde es eher traurig, dass es nur in der jetzigen Zeit so ist.
Fest steht, dass wir bald Weihnachten haben und ich freue mich darauf. Und ich hoffe ihr auch?

Hiermit wünsche ich schon jetzt euch allen ein ganz wunderschönes Weihnachtsfest, mit viel Ruhe, Glücklich sein, Freude daran, dass wir die Menschen um uns haben, die wir lieben. Ich gedenke in dieser Zeit auch den Menschen, die nicht mehr unter uns sind, sie fehlen mir ganz einfach und es darf auch so sein, denn ich verbinde mit ihnen sehr schöne viele und gute Erinnerungen.

Wie auch immer ihr euer Weihnachtsfest feiert, genießt es. Und wisst ihr was ich am schönsten finde? Die Ruhe, einfach auch mal abschalten von der Hektik und dem Alltagsstress, wunderbar.
Ach, fast hätte ich es vergessen…auch wunderschöne Weihnachtsfilme und Filme die sonst nicht laufen, gehören bei mir dazu. Alte Filme, die  ich sehr mag, finde ich in dieser Zeit wieder… Charles DickensWeihnachtsgeschichte ist ein absolutes muss, genau wie Aschenbrödel und die Sissi Triologie…auch wenn ich diese Filme inzwischen in und auswendig kenne, ich liebe sie und sehe sie immer wieder gerne.

So,  nun hoffe ich, dass ihr möglichst Stressfrei durch die letzten anderthalb Wochen vor Weihnachten kommt. Lasst es euch gut gehen und genießt diese wundervolle Zeit.

Heute beende ich es mit einem Gedicht, welches mich schon seit meiner Schulzeit begleitet und ich finde es wunderbar:

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

Und ich wandere aus den Mauern,
Bis hinaus ins weite Feld,
Heres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so so still und weit die Welt.

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit,
Steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit.

(Joseph von Eichendorff)

Als ich dieses Gedicht damals in der Schulzeit auswendig lernen musste, gefiel es mir auf Anhieb, heute liebe ich es mehr denn je, weil es genau das aussagt wie Weihnachten ist…wunderbar!

Herzlichst eure Marifee

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